St. Martin und Laternenumzug: so bleiben Kinderfüße warm - Ebmini®

St. Martin und Laternenumzug: so bleiben Kinderfüße warm

Kurz gesagt: Beim Laternenumzug frieren Kinderfüße vor allem, weil dein Kind lange steht und langsam geht. Warm bleiben die Füße mit trockenen Wollsocken, gefütterten, wasserdichten Schuhen mit genug Platz vor den Zehen und ein bisschen Bewegung zwischen den Liedern. Starte mit warmen Füßen von zu Hause und pack Ersatzsocken ein.

Rund um den 11. November ziehen in fast jedem Ort Kinder mit Laternen durch die Straßen. Kita und Schule laden ein, die Feuerwehr sperrt die Straße, vorne reitet St. Martin, und am Ende gibt es Martinsfeuer, Weckmann oder Stutenkerl und warmen Kinderpunsch. Für Kinder ist das einer der schönsten Abende im Jahr. Für Eltern ist es oft der Abend, an dem nach einer Stunde jemand an der Jacke zieht und sagt: "Mir ist kalt an den Füßen." Mit ein bisschen Vorbereitung lässt sich das fast immer vermeiden.

Warum frieren Kinderfüße beim Laternenumzug so schnell?

Ein Laternenumzug ist kein Spaziergang. Er beginnt meist zwischen 17 und 18 Uhr, wenn es schon dunkel ist und die Temperatur Anfang November oft nur noch knapp über null liegt. Dann wird gesammelt, gewartet, gesungen, ein Stück gegangen, wieder gewartet. Am Martinsfeuer stehen alle eng beieinander und schauen zu. Genau dieses lange Stehen macht die Füße kalt, denn ohne Bewegung arbeitet die Fußmuskulatur kaum und die Durchblutung lässt nach.

Dazu kommen typische Novemberbedingungen: nasses Laub, feuchte Wiesen rund um das Feuer, Nieselregen. Wird die Socke feucht, sei es von außen oder durch Schweiß vom Herumrennen vor dem Start, kühlt der Fuß noch schneller aus. Und weil die Hände mit der Laterne beschäftigt sind, hüpfen und toben Kinder während des Umzugs weniger als sonst.

Was ziehe ich meinem Kind zum Laternenumzug an?

Das Zwiebelprinzip funktioniert auch für Füße und Beine. Mehrere dünne Schichten halten wärmer als eine dicke, und du kannst am Feuer etwas lockern, wenn es zu warm wird. Diese Übersicht hilft dir, je nach Wetter zu planen:

Wetter am Abend Füße Beine und Körper
Über 8 °C, trocken Normale Socken, geschlossene Übergangsschuhe Hose, Pulli, Übergangsjacke
3 bis 8 °C, feucht Wollsocken, wasserdichte Schuhe Strumpfhose oder lange Unterhose, gefütterte Jacke
0 bis 3 °C Wollsocken, gefütterte, wasserdichte Barfußstiefel Wolle als unterste Schicht, Matschhose oder Schneehose, Mütze, Handschuhe
Frost oder Regen Wie oben, plus Ersatzsocken in der Tasche Regenjacke über der warmen Jacke, Schal oder Halstuch

Wichtig ist, dass die Hose über den Schuhschaft fällt. So läuft kein Wasser von oben in den Schuh, und am Knöchel entsteht keine kalte Lücke.

Welche Socken halten beim Umzug warm?

Socken sind beim Laternenumzug fast wichtiger als der Schuh selbst. Ein paar Grundregeln:

  • Wolle oder Wollmischung: Sie wärmt auch, wenn sie etwas feucht wird. Reine Baumwolle saugt Schweiß auf und wird dann kalt.
  • Nur ein Paar: Zwei Paar übereinander machen den Schuh innen eng. Ein enger Schuh drückt auf die Blutgefäße, und die Füße frieren schneller.
  • Trocken starten: Wenn dein Kind am Nachmittag draußen getobt hat, zieh vor dem Umzug frische Socken an.
  • Ersatzpaar einpacken: Am besten in einem kleinen Beutel in der Jackentasche. Nach einer feuchten Wiese wirkt ein trockenes Paar Wunder.

Welche Schuhe sind die richtigen für den Laternenabend?

Für einen kalten, feuchten Novemberabend brauchst du einen Schuh, der drei Dinge kann: Er hält Nässe draußen, er ist gefüttert, und er hat vorne genug Platz. Das dritte wird oft unterschätzt. Die kleine Luftschicht vor den Zehen und um den Fuß wärmt mit. Wird es eng, weil die Herbstschuhe vom Frühjahr inzwischen knapp sitzen, kommen die Zehen an die Schuhspitze und kühlen aus.

Ein gefütterter, wasserdichter Barfußstiefel ist für diesen Abend ideal: Die breite Zehenbox lässt Platz für die Wollsocke, die flexible Sohle erlaubt Zehenwackeln und kleine Hüpfer, und das Futter hält die Wärme. Wie warm ein gefütterter Barfußschuh wirklich ist, liest du in Gefütterte Barfußschuhe: wie warm ist warm genug?. Gummistiefel sind dagegen für Laternenabende meist zu kalt, weil viele ungefüttert sind und die Füße darin schwitzen. Warum, erklären wir in Gummistiefel oder Barfußschuhe?.

Unser Tipp: Probier die Winterschuhe ein paar Tage vor dem Umzug mit den dicken Wollsocken an. Miss dazu die Füße deines Kindes im Stehen und rechne für den Winter 15 bis 20 mm zur Fußlänge dazu. Passt das zur Innenlänge des Schuhs, hat dein Kind genug Platz für Socke und Luftpolster. So erlebst du am Laternenabend keine Überraschung, und dein Kind kann sich ganz auf Laterne, Lieder und Martinsfeuer konzentrieren.

Denk auch an den Untergrund: Nasses Laub, Kopfsteinpflaster und Wiesenwege sind im Dunkeln rutschig. Ein Profil, das greift, gibt deinem Kind Sicherheit. Mehr dazu in Sichere Kinderschuhe mit Grip.

Wie bleiben die Füße während des Umzugs warm?

Die beste Wärmequelle ist Bewegung. Das klingt banal, ist aber beim langen Stehen am Feuer Gold wert. Ein paar kleine Spiele, die beim Laternenumzug funktionieren:

  1. Zehenwackeln im Takt: Bei jedem "Rabimmel, rabammel, rabumm" einmal die Zehen im Schuh einkrallen und wieder strecken.
  2. Auf der Stelle marschieren: Beim Warten wie ein kleines Pferd von St. Martin auf der Stelle traben.
  3. Zehenspitzen und Fersen: Zehn Mal auf die Zehenspitzen und zurück auf die Fersen wippen.
  4. Laterne wechseln: Wer die Laterne an einen Erwachsenen abgibt, kann kurz hüpfen und die Hände reiben.

Auch der Weg zum Sammelpunkt zählt: Wer die letzten Meter zu Fuß geht statt mit dem Auto bis vor die Tür zu fahren, kommt mit warmen, gut durchbluteten Füßen an. Und nach dem Umzug gilt dasselbe. Ein zügiger Heimweg wärmt mehr als langes Herumstehen am Feuer, wenn die Kinder schon müde werden.

In einem flexiblen Schuh gelingt das viel besser als in einem steifen Stiefel, weil sich der Fuß wirklich bewegen kann.

Was gehört in die Tasche für den Laternenumzug?

  • Ersatzsocken in einem kleinen Beutel
  • Thermoskanne mit warmem Tee oder Kinderpunsch
  • Ersatz-Leuchtstab für die Laterne
  • Dünne Ersatzhandschuhe, falls ein Paar nass wird
  • Für Kleinkinder: Decke oder Fußsack für Bollerwagen oder Kinderwagen
  • Taschenlampe für den Heimweg

Kleine Kinder, die einen Teil des Weges im Bollerwagen sitzen, frieren besonders schnell an den Füßen, weil sie sich gar nicht bewegen. Eine Decke über den Beinen und warme Schuhe sind hier Pflicht, und zwischendurch ein Stück selbst laufen hilft mehr als jede weitere Schicht.

Wie sorgst du für Sicherheit im Dunkeln?

Laternenumzüge finden im Dunkeln statt, oft auf Straßen, auf denen sonst Autos fahren. Auch wenn die Strecke gesperrt ist: Hin- und Rückweg sind es meist nicht. Deshalb gilt:

  • Sichtbar sein: Reflektoren an Jacke und Hose, ein Leuchtband am Arm oder eine Warnweste über der Jacke machen dein Kind für Autofahrer früh sichtbar. Helle Kleidung allein reicht im Dunkeln nicht.
  • Elektrische Laternenstäbe: Sie sind für jüngere Kinder sicherer als echte Kerzen. Bei echten Kerzen sollte immer ein Erwachsener mitgehen.
  • Abstand zum Feuer: Am Martinsfeuer einen festen Platz mit genug Abstand ausmachen. Schuhe und Kleidung nicht direkt an die Flammen halten, um Füße zu wärmen.
  • Treffpunkt vereinbaren: Im Gedränge geht leicht jemand verloren. Ein fester Treffpunkt, etwa am Feuerwehrauto, gibt Sicherheit.

Was tun, wenn die Füße doch kalt sind?

Wenn dein Kind nach dem Umzug kalte Füße hat, zieh zu Hause die Schuhe und feuchten Socken aus und wärme die Füße langsam: trockene, warme Socken, eine Decke, ein warmes Getränk. Kein heißes Wasser und keine Wärmflasche direkt auf eiskalte Haut, das ist für Kinderfüße zu viel auf einmal. Nach kurzer Zeit sind die Füße wieder rosig.

Hat dein Kind auffällig oft kalte Füße, auch in warmen Schuhen, prüfe zuerst die Größe. Kinderfüße wachsen schnell, und ein Schuh, der im Oktober noch gepasst hat, kann im November schon knapp sein. Bei anhaltenden Beschwerden oder Verfärbungen sprich mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.

EBMINI Barfußstiefel für Laternenabende

Unsere Winter-Barfußschuhe haben alle eine breite Zehenbox, 0 mm Sprengung und eine flexible Sohle. Für kalte, feuchte Abende empfehlen wir einen wasserdichten Stiefel mit Warmfutter, zum Beispiel den WAM oder den RIM.

Modell Besonderheit Gut für
WAM Wasserdicht, kuscheliges Warmfutter, extra breite Zehenbox Regen und Kälte beim Umzug
RIM Wasserdicht, kuscheliges Warmfutter, extra breite Zehenbox Richtig kalte Novemberabende

Alle Modelle findest du unter Winter-Barfußschuhe für Kinder, weiche Socken für drinnen und den Alltag unter Kindersocken. Die richtige Größe findest du mit unserem Größenrechner, die Innenlänge steht bei jeder Größe dabei. Über 31.000 Familien tragen EBMINI, im Schnitt mit 4,73 von 5 Sternen bewertet. Du bekommst kostenlosen Versand, 30 Tage Rückgabe & Umtausch und 24 Monate Garantie.

Häufige Fragen

Wann ist der Laternenumzug?

Die meisten Umzüge finden rund um den Martinstag am 11. November statt, viele Kitas und Schulen legen sie auf einen Abend in der Woche davor oder danach. Los geht es meist, wenn es dunkel wird.

Wie warm muss ich mein Kind zum Laternenumzug anziehen?

Wärmer als zu einem Spaziergang bei gleicher Temperatur, weil viel gestanden wird. Wollsocken, gefütterte, wasserdichte Schuhe, eine warme Schicht an den Beinen, Mütze und Handschuhe sind ab etwa 5 °C eine gute Basis.

Sind Gummistiefel für den Laternenumzug geeignet?

Bei mildem Regenwetter ja, an kalten Abenden eher nicht. Viele Gummistiefel sind ungefüttert, und weil darin die Füße schwitzen, werden sie beim langen Stehen schnell kalt.

Hilft es, zwei Paar Socken anzuziehen?

Meist nicht. Zwei Paar machen den Schuh eng, und enge Schuhe lassen die Füße schneller frieren. Ein Paar gute Wollsocken plus ein Ersatzpaar in der Tasche ist die bessere Lösung.

Wie mache ich mein Kind im Dunkeln sichtbar?

Mit Reflektoren an der Kleidung, einem Leuchtband am Arm oder einer Warnweste. Die leuchtende Laterne allein reicht für den Weg zur Sammelstelle und zurück nicht aus.

Was hilft gegen kalte Füße am Martinsfeuer?

Bewegung: auf der Stelle treten, Zehen wackeln, wippen. Und Abstand halten. Füße nie direkt ans Feuer halten, um sie zu wärmen.

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